Uniklinikum Leipzig stellt auf neues Krankenhausinformationssystem um

Meldung · Quelle: Universitätsklinikum Leipzig AöR, 15.10.2026

Das Universitätsklinikum Leipzig (UKL) arbeitet seit dem 1. Oktober 2026 mit einem neuen Krankenhausinformationssystem. Zu Beginn der Frühschicht ging M-KIS der Meierhofer AG im gesamten Klinikum in Betrieb und löste i.s.h.med von Oracle ab, das der Hersteller mittelfristig nicht mehr unterstützt. Das hat das UKL am 15. Oktober 2026 mitgeteilt. Mit dem Wechsel sollen bislang teils auf Papier geführte Dokumentationen digital und zentral erfasst werden.

Vorbereitung und Umsetzung dauerten zwei Jahre. Rund 6.000 Beschäftigte nutzen das System. Vorbereitet wurden sie über etwa 800 Multiplikatorinnen und Multiplikatoren aus allen Bereichen und rund 340 Schulungstermine. In den ersten Tagen begleiteten mehr als 100 zusätzliche Fachleute von Meierhofer, der UKL-IT, dem Medizinmanagement und der Klinikumsapotheke den Betrieb, darunter sogenannte Floorwalker auf Stationen, im OP und in Ambulanzen.

Das Klinikum benennt auch Anlaufprobleme, unter anderem im Zusammenspiel mit Subsystemen und bei der Gewöhnung an neue Oberflächen und Abläufe. Das OP-Programm wurde zeitweise reduziert. In der zweiten Woche nach dem Start kehrten OP und Ambulanzen laut UKL nahezu vollständig in den Regelbetrieb zurück, längere Wartezeiten bleiben vorerst möglich. Der Kaufmännische Vorstand Dr. Robert Jacob spricht von Problemen, die man in gewissem Umfang erwartet habe.

Neu sind eine gemeinsam mit dem Hersteller entwickelte digitale Patientenkurve, die ambulante und stationäre Abläufe zusammenführt, sowie mobile Anwendungen. Der Medikationsprozess wird schrittweise digital abgebildet, von der Verordnung über Risikoprüfungen bis zur Verabreichung. Als nächsten Schritt nennt das UKL ein Closed Loop Medication Management.

Originalmitteilung: Universitätsklinikum Leipzig AöR, 15.10.2026

Stand: 15.10.2026. Die Meldung fasst die Mitteilung redaktionell zusammen; maßgeblich ist das Original.

Weitere Meldungen