TK-Dossier 2026: Ein Viertel der Studierenden fühlt sich einsam

Meldung · Quelle: Techniker Krankenkasse, 15.10.2026

Rund ein Viertel der Studierenden in Deutschland empfindet nach eigener Angabe zumindest manchmal Einsamkeit, vier Prozent erleben sie häufig. Das geht aus dem TK-Dossier 2026 „Wie geht’s Deutschlands Studierenden?“ hervor, das die Techniker Krankenkasse am 15. Oktober 2026 vorgestellt hat. Grundlage ist eine telefonische Befragung des Instituts Forsa unter 1.000 Studierenden ab 18 Jahren, durchgeführt vom 5. bis 22. Januar 2026.

Die Werte unterscheiden sich nach Wohnform. Unter den Befragten in Studierendenwohnheimen beschrieben sich 43 Prozent als häufig oder manchmal einsam, in Wohngemeinschaften 34 Prozent, bei Alleinlebenden 29 Prozent. Wer bei Eltern oder Verwandten wohnt, kam auf 23 Prozent, wer mit Partnerin oder Partner zusammenlebt, auf 17 Prozent. Auch die Studienform zeigt Unterschiede: Im Vollzeitstudium lag der Anteil bei 28 Prozent, im dualen Studium bei 21, im Teilzeitstudium bei 17 und im Fernstudium bei 12 Prozent. Nach Fach, Geschlecht oder Region fanden sich keine statistisch bedeutsamen Abweichungen.

Der TK-Vorstandsvorsitzende Dr. Jens Baas verweist auf den Studienbeginn als Phase mit Umzug, neuem sozialem Umfeld und selbst zu organisierendem Alltag. Aus Sicht der Kasse können Hochschulen den sozialen Teil des Studiums stärker unterstützen, etwa über Mentoring für Erstsemester oder Gruppenarbeit in Lehrveranstaltungen.

Im Bereich des Gesundheitsmanagements an Hochschulen nennt die TK eigene Förderaktivitäten. Dazu gehört ein wissenschaftlich begleitetes Pilotprojekt an der HAW Hamburg, in dem Studierende und Beschäftigte gemeinsam Maßnahmen zur Einsamkeitsprävention und zur sozialen Verbundenheit entwickeln sollen. Für ihren Einsamkeitsreport 2024 hatte die Kasse bereits die Gesamtbevölkerung befragt.

Originalmitteilung: Techniker Krankenkasse, 15.10.2026

Stand: 15.10.2026. Die Meldung fasst die Mitteilung redaktionell zusammen; maßgeblich ist das Original.

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