Krankheitskosten 2024 um 7,6 Prozent auf 528,5 Mrd. Euro gestiegen

Meldung · Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis), 08.10.2026

Die direkten Krankheitskosten in Deutschland haben im Jahr 2024 insgesamt 528,5 Milliarden Euro betragen. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes (Destatis) vom 8. Oktober 2026 waren das 37,5 Milliarden Euro oder 7,6 Prozent mehr als 2023. Je Einwohnerin und Einwohner ergaben sich 6.330 Euro, das sind 430 Euro oder 7,3 Prozent mehr als im Vorjahr.

Mehr als die Hälfte der Kosten entfiel auf Menschen ab 65 Jahren: 284,3 Milliarden Euro oder 53,8 Prozent, im Schnitt 15.080 Euro je Person. Bei den ab 85-Jährigen lagen die Pro-Kopf-Kosten bei 30.150 Euro, in der Altersgruppe von 15 bis 29 Jahren bei 2.390 Euro. Für Frauen wies das Amt 6.960 Euro je Kopf aus, für Männer 5.680 Euro. Unter den rund 2,9 Millionen Menschen ab 85 Jahren lag der Frauenanteil 2024 bei 65,0 Prozent.

Auf Krankheiten des Kreislaufsystems entfielen 69,4 Milliarden Euro (13,1 Prozent), auf psychische und Verhaltensstörungen 68,7 Milliarden Euro (13,0 Prozent). Es folgten Erkrankungen des Muskel-Skelett-Systems mit 54,3 Milliarden Euro, Krankheiten des Verdauungssystems mit 53,7 Milliarden Euro und Neubildungen einschließlich Krebs mit 52,1 Milliarden Euro. Bei psychischen und Verhaltensstörungen lagen die Pro-Kopf-Kosten von Frauen mit 990 Euro rund 1,5-mal so hoch wie bei Männern mit 650 Euro.

Die Krankheitskostenrechnung umfasst Ausgaben für Heilbehandlung, Prävention, Rehabilitation und Pflege. Kosten durch Arbeitsausfälle sind nicht enthalten, die gesamtwirtschaftlichen Folgen von Krankheit bildet die Statistik also nicht ab. Für Gesundheitsökonomie sowie Kassen- und Klinikmanagement liefern die Daten eine Grundlage, um die Ausgabenentwicklung nach Alter, Geschlecht und Krankheitsgruppe einzuordnen.

Originalmitteilung: Statistisches Bundesamt (Destatis), 08.10.2026

Stand: 08.10.2026. Die Meldung fasst die Mitteilung redaktionell zusammen; maßgeblich ist das Original.

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